Die Mikroalge Haematococcus sp. enthält wertvolle Stoffe wie Proteine, Kohlenhydrate und Fette. Bisher wird nur der antioxidative Farbstoff Astaxanthin genutzt, während der Rest ungenutzt bleibt. Im Projekt addingASTA wird untersucht, welche weiteren wertvollen Stoffe enthalten sind – etwa andere Carotinoide, z.B. Lutein oder gesunde Fettsäuren, wie Omega-3 DHA und EPA.
Statt die Restbiomasse zu entsorgen, wird geprüft, ob sie für Tierfutter (z. B. für Fische, Hunde und Katzen) oder sogar für biobasierte Kunststoffe genutzt werden kann. Langfristig soll sie auch für Lebensmittel zugelassen werden, um sie in Fleisch- und Fischalternativen ("Beyond" Meat / Fish) zu verwenden.
Eine bioökonomische Herausforderung in der Algenproduktion ist ein gekoppelter Energiefluss. Im Projekt wird ein spezieller LED-Wärmetauscher entwickelt, der die Produktion effizienter als zuvor macht. Durch moderne LEDs mit flüssiger Kühlung und die Nutzung von erneuerbarer Energie (Wind- und Solarstrom) soll so die Algenzucht auch im Winter möglich werden.
Die bei der Produktion entstehende Abwärme sinnvoll weiterverwendet werden – in diesem Fall zur Trocknung der Algenbiomasse. Dadurch kann die gesamte Produktion effizienter und nachhaltiger werden.