zur Projektübersicht der Blauen Bioökonomie

BALI - Bioraffineriekonzept für ALgenbasierte Inhaltsstoffe

Ein Bioraffineriekonzept, das eine wirtschaftliche und nachhaltige Nutzung regionaler Algenbiomasse ermöglicht.

Kaskadennutzung mariner Algenbiomasse

Marikultur steht im Vergleich zur Landwirtschaft immernoch am Anfang.

In BALI werden regional kultivierbare Biomassen aus Makro-, sowie ausgewählten Mikroalgen gewonnen und Inhaltsstoffe für neue Anwendungen erschlossen.

BALI entwickelt Bioraffineriekonzepte zur Nutzung regionaler Algenbiomassen, die flächenintensive, traditionelle Landwirtschaft zum Teil ersetzen könnten. Die Projektpartner nutzen die Kaskade von Algenbiomasse, indem zusätzlich zu den klassischen Fettsäuren auch nützliche marine Zucker und bioaktive Sekundärmetabolite gewonnen werden. Die kombinierte Gewinnung und biotechnologische Nutzung verschiedener Algen-Inhaltsstoffe verbessert die Wertschöpfungsketten mariner, nachwachsender Ressourcen.

BALI verfolgt folgende Produktziele:

  • Natürliche, kosmetische Hautaufheller auf der Basis von Sekundärmetaboliten mariner Algen,

  • Maßgeschneiderte, marine Algen-Zuckerverbindungen für die kosmetische und pharmazeutische Industrie sowie als Feinchemikalien, sowie

  • Polysaccharid-verwertende Enzyme als neue Biokatalysatoren.

Projektleitung: Universität Greifswald, Prof. Dr. Thomas Schweder, schweder@uni-greifswald.de

Blasentangkultur in der Schlei - Erste Erkenntnisse

Von Juni bis August 2021 wurde als Teil des BALI-Projektes an fünf Stationen entlang der Schlei (Schleswig, Stexwig, Missunde, Gut Bienebek und Maasholm) ein Experiment mit Blasentangkulturen durchgeführt. Zwei Hauptfragen wurden beantwortet: 1.) Kann in der Schlei grundsätzlich Blasentang kultiviert werden? und 2.) Welchen Einfluss hat der zunehmende Salzgehalt entlang der Stationen auf die Kultur hinsichtlich Aufwuchs durch andere Spezies?

Hier geht es zu den Ergebnissen, veröffentlicht durch das Schlei- Informationszentrum:

Blasentang aus der Flensburger Förde, der für das Experiment verwendet wurde

So sahen die experimentellen Kulturen aus (hier: Station nahe Restaurant "Odin" in Schleswig)

Partner

Universität Greifswald

Institut für Marine Biotechnologie e.V. (IMaB)

Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Geomar

Enzymicals AG

BlueBioTech GmbH

OceanBASIS GmbH

Coastal Research and Management

CRM