Das Hauptziel von LOCALITY ist die Entwicklung zirkulärer und nachhaltiger Wertschöpfungsketten, die industrielle Akteure miteinander verbinden, um kollaborativen Transfer zu fördern und neue Produkte auf Algenbasis auf regionale und globale Märkte zu bringen. Gleichzeitig ist es das Anliegen des EU-geförderten Projekts, die aquatischen Ökosysteme Europas zu schützen und dazu beizutragen, Gleichgewichte wiederherzustellen.
LOCALITY schafft die Grundlage für die Marktakzeptanz innovativer, sozial verantwortlicher und nachhaltiger Lebensmittel, Zutaten für Aquakulturen, Landwirtschaft und Textilprodukte, die unter Verwendung von Algenbiomasse und -zutaten aus Nebenflüssen sowie der Ost- und Nordsee hergestellt werden. Es demonstriert deren soziale und wirtschaftliche Vorteile, definiert Kommerzialisierungsstrategien und stellt die Akzeptanz der Verbraucher und des Marktes sicher. Die Projektergebnisse, die entwickelten Technologien und Produkte werden an relevante Interessengruppen weitergegeben, um so die Entstehung weiterer solcher Kreislaufsysteme zu fördern.
LOCALITY basiert auf neuartigen Ansätzen und Produkten unter Einbeziehung lokaler Akteure und internationaler Märkte. Das Konsortium ist vollständig marktorientiert, mit Industriepartnern, die alle Wertschöpfungsketten abdecken. Die Stärkung der Wertschöpfungsketten, die Wahrnehmung und Akzeptanz durch die Verbraucher, die Überwindung rechtlicher und technologischer Hindernisse, Geschäftsmodelle und die Entwicklung von Marktstrategien sind wichtige Bestandteile von LOCALITY.
Im Projekt LOCALITY entsteht ein europaweites Netzwerk für nachhaltige Wertschöpfung auf Algenbasis. Ziel ist es, industrielle Kreisläufe zu schließen und neue Produkte in den Bereichen Ernährung, Textil, Aquakultur und Landwirtschaft auf den Markt zu bringen – und gleichzeitig Europas aquatische Ökosysteme zu schützen.
Die Grundlage: Algenbiomasse aus Nebenströmen der Industrie, ergänzt durch kultivierte Meeresalgen aus der Nord- und Ostsee. Aus dieser Biomasse entstehen unter anderem Textiladditive, Biostimulanzien, Aquafeed-Komponenten und Proteinersatzstoffe.
Die Besonderheit: LOCALITY nutzt die nährstoffreichen Nebenprodukte aus Gewächshausbetrieben, Fischzuchtanlagen und Textilfabriken. Diese sogenannten Side Streams dienen als Nährstoffquelle für die Kultivierung von Mikro- und Makroalgen. Gleichzeitig wird mit den Algen überschüssiger Stickstoff und Phosphor aus belasteten Gewässern entfernt – ein aktiver Beitrag zur Wiederherstellung ökologischer Gleichgewichte.
In LOCALITY werden Algenprodukte für genau die Märkte entwickelt, aus denen die Nebenströme stammen – ein perfekter Kreislauf. Entstehen sollen unter anderem:
• Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel
• Futterzusätze für Aquakultur
• Biostimulanzien und Dünger für die Landwirtschaft
• Textiladditive und natürliche Farbstoffe
Das internationale Konsortium besteht aus Industriepartnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Algenkultivierung über die Bioraffinerie bis zur Produktentwicklung. Auch Geschäftsmodelle, Marktstrategien und regulatorische Fragen stehen im Fokus. Ziel ist es, marktfähige Produkte mit hoher gesellschaftlicher Akzeptanz zu etablieren.
LOCALITY verbindet regionale Akteure aus Nord- und Ostseeanrainern mit internationalen Märkten. Die Resultate werden gezielt an relevante Stakeholder weitergegeben, um ähnliche Kreislaufsysteme europaweit zu fördern.
Algen sind vielseitig, wachstumsstark und benötigen keine landwirtschaftlichen Flächen. In Zeiten von Klimawandel und Ressourcenknappheit bieten sie enorme Potenziale – sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich. LOCALITY macht diese Potenziale nutzbar und bringt Algenlösungen dorthin, wo sie gebraucht werden.
Projektwebseite:
www.locality-algae.eu
Gefördert durch die Europäische Union.