zur Projektübersicht der Blauen Bioökonomie

Scale Up!

Bildung einer Betreibergemeinschaft in Schleswig-Holstein für die Skalierung industrieller Blauer Bioökonomie
Foto vom Meer mit Verlauf von Wasseroberfläche zum Himmel

Über das Vorhaben

Der Innovationsraum Bioökonomie auf Marinen Standorten sucht eine Interessensgemeinschaft für die Schaffung einer Skalierungsanlage für industrielle Blaue Bioökonomie.

Ziel ist das Finden von Betreiber*innen für die Entwicklung eines tragfähiges Konzepts für eine modulare Testinfrastruktur in Schleswig-Holstein, die es ermöglichen soll, Übergänge vom Labor in den industriellen Maßstab zu erleichtern und Umsetzbarkeit in wirtschaftliche Maßstäbe zu validieren.

Der Hintergrund:
Wir in Schleswig-Holstein haben keinen Mangel an marinen Ressourcen und etablierten Innovationsnetzwerken. Was bislang jedoch fehlt, sind geeignete Strukturen zur Erprobung und Skalierung biobasierter Verfahren mit Technology Readiness Level (TRL) 5 bis 8 - das vielzitierte "Valley of Death". D.h. Verfahren, die im Labor durchführbar sind, sind nicht automatisch in wirtschaftliche Maßstäbe überführbar. Ob und wie eine Technik / Extraktion / Raffinerie / (...) skalierbar ist, soll mit geringem Investment & Risiko in einer dauerhaften Einrichtung mit entsprechender Technikausstattung erprobbar werden.

Das Vorhaben richtet sich insbesondere an kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups, die Verfahren zur Nutzung von bspw. Mikro- / Makro- Algen, Seegras oder Aquakulturseitenströmen entwickeln.

Zum Ende der einjährigen Vorhabenslaufzeit (Dez. 2026) soll sich eine Betreiber*innenstruktur mit möglicht großer Interessensschnittmenge herauskristallisiert haben, die anstrebt, im Rahmen einer Anschlussförderung die konkrete Planung sowie den Bau einer modularen Teststruktur in Schleswig-Holstein umzusetzen. Hier sollen Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Blauen Bioökonomie Zugang zu skalierbaren, industriellen Prozessen ermöglicht werden.
Im gleichen Zuge soll ein tragfähiges Geschäftsmodell entwickelt werden, das Erlösquellen kombiniert. Auch öffentliche Projekte im Klima-, Energie- oder Bildungsbereich sollen entgeltlich Zugang zur entstehenden Anlage erhalten.

Wissenschaftliche Erkenntnisse werden aus Analysen, Stakeholderdialogen und Roadmapping systematisch aufbereitet, u.a. in Form von Prozessevaluationen, diskussionsoffenenen Präsentationen auf Fachplattformen und Angeboten im Wissens- und Technologietransfer. Der Wissenstransfer erfolgt perspektivisch durch eine physische Skalierungsanlage über Kooperationen mit Hochschulen, Bildungsträgern und potenziellen Ausgründungen. Durch die Anbindung an europäische Netzwerke entsteht ein Exportpotenzial für Verfahren und Know-how aus Schleswig-Holstein mit Strahlkraft über den Standort hinaus.

Das Vorhaben wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) gefördert.

Beginn: sofort (Januar 2026)

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Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

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BMWE